Unterbringung und Integration von Asylbegehrenden

Die Freien Wähler – Bürger für Straelen verfolgen das Ziel, mittelfristig eine dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden zu realisieren. Dezentrale Unterbringung bedeutet für die Freien Wähler – Bürger für Straelen, dass in keiner dezentralen Unterkunft mehr als 10 – 15 Personen untergebracht werden.

Insbesondere sollte darauf geachtet werden, dass Familien mit Kindern und Alleinstehende in getrennten Unterkünften untergebracht werden und dass bei der Unterbringung Rücksicht auf die religiöse oder ethnische Herkunft genommen wird. Wenn diese Prämisse nicht eingehalten wird, kommt es nicht selten zu erheblichen Konflikten, welche für die traumatisierten Flüchtlinge eine zusätzliche Belastung darstellen. Außerdem lässt sich das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit in den eigenen vier Wänden eher verwirklichen, als in einer von Konflikten belasteten Umgebung. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass ein intaktes soziales Umfeld eine Integration unterstützt.

Integrationspolitik ist für die Freien Wähler –  Bürger für Straelen keine Einbahnstraße. Dies bedeutet, dass auch die Asylsuchenden einen nicht unerheblichen Beitrag leisten müssen, um sich in unsere Gemeinschaft zu integrieren. Diese Integration kann aber bei einer zentralen Unterbringung, die aus unserer Sicht eine Ghettobildung nach sich zieht, nicht gelingen. Denn entweder haben wir in einer zentralen Unterkunft Asylsuchende gleicher religiöser oder ethnischer Herkunft, so dass diese sich mit großer Wahrscheinlichkeit isolieren, was die Integration in unsere Gemeinschaft und unseren Kulturkreis erschwert – oder aber es handelt sich um Asylsuchende aus verschiedenen Herkunftsländern/-regionen, was zu großen Problemen untereinander führt und ebenfalls die Integration massiv erschwert.

Bei einer dezentralen Unterbringung wird diese Ghettobildung verhindert und die Asylsuchenden sind leichter in die Nachbarschaften zu integrieren. Dass dies nicht von alleine geschieht, ist den Freien Wählern bewusst. Deshalb sind begleitende Maßnahmen sowohl für die Asylsuchenden als auch für die Nachbarn notwendig, welche durch die Stadt Straelen koordiniert werden sollten, wobei hier die Sportvereine, die Kirchengemeinden, aber auch die Schulen und das Haus der Familie unbedingt einbezogen werden müssen.

Auch finanzpolitisch ist aus den Erfahrungen anderer Kommunen eine dezentrale Unterbringung zu bevorzugen, da diese mittel- und langfristig günstiger sein wird als eine zentrale Unterbringung. Wenn diese Unterbringung dann noch von einem externen Dritten organisiert wird und die bestehenden, nicht mehr benötigten Immobilien veräußert werden, dann werden nicht nur die Ressourcen des städtischen Gebäudemanagement entlastet, sondern auch gebundenes Kapital für andere wichtige Investitionen frei.

Die Freien Wähler – Bürger für Straelen könnten sich vorstellen, dass es für neu ankommende Asylsuchende eine gemeinsame kleine zentrale Unterkunft gibt, in der diese für einen Zeitraum von maximal drei Monaten untergebracht sind. In diesen drei Monaten sollte es für die Stadt Straelen möglich sein, diesen Asylsuchenden eine adäquate Wohnung zu vermitteln und sie auf die Integration in unsere Gemeinschaft vorzubereiten.

Die Freie Wähler – Bürger für Straelen verfolgen eine zielgerichtet Sozial- und Integrationspolitik.

Über Michael Traurig

Mitglied im Rat der Stadt Straelen, Vorsitzender der Fraktion - Bürger für Straelen und der Freien Wähler - Bürger für Straelen e.V.
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