Freie Wähler können Entscheidung zum Aral Standort nicht mittragen

Die Freien Wähler – Bürger für Straelen können die von CDU Mehrheitsfraktion getroffene Entscheidung, einen Aralstandort im Straelener Zentrum aufzugeben und stattdessen einen neuen Standort für Aral und eine Fastfoodkette in Herongen direkt neben der Autobahnausfahrt auszuweisen, nicht nachvollziehen.

Die Gründe dafür, dass die Freien Wähler als einzige Fraktion im Rat der Stadt Straelen die Entscheidung ablehnt, sind vielschichtig.

Zu allererst wurden die Gewerbegrundstücke in Herongen für landwirtschaftlich affines Gewerbe geschaffen, wozu eine Tankstelle und ein Fastfoodrestaurant definitiv nicht gehören. Wenn aber hier ohne Grund wichtige Gewerbegrundstücke aufgegeben werden, was passiert, wenn sich ein Gewerbe ansiedeln möchte, welches die Nähe zu Landgard braucht? Hier zeigt sich aus Sicht der Freie Wähler wieder einmal die Kurzsichtigkeit der CDU und ihres Bürgermeisters.

Hinzukommt, dass der Bau einer Tankstelle nach dem aktuelle Bebauungsplan in diesem Gewerbegebiet gar nicht zulässig, sondern der gültige Bebauungsplan muss dafür erst einmal – durch die CDU Mehrheitsfraktion – geändert werden.

Allerdings dürften die Kollateralschäden durch die Ansiedelung der Tankstelle und des Fastfoodrestaurants noch gravierender sein, als das die CDU und die Verwaltung selber sieht. An der Tankstelle sind nach ersten Planung nur maximal 10 LKW Stellplätze vorgesehen. Was aber wird in der Realität passieren, die der Ausschussvorsitzende Willi Wix komplett verkennt?

„Wenn  ein goldenes M leuchtet, dann werden die Brummifahrer genauso magisch angezogen, wie die Mücken durch das Licht.“, so Stephan Heintze.

Und dies ist aus Sicht der Freien Wähler verständlich, denn entlang der A40 gibt es viel zu wenige Ruheplätze für die LKW-Fahrer, so dass diese Herongen als Ausweichmöglichkeit suchen werden. Und da nicht genügend Stellplätze vorhanden sind, werden diese die umliegenden Straßen zuparken und wer sich im Umkreis eines Fastfoodrestaurants umgesehen hat, wird feststellen, dass es zu einer erheblichen Vermüllung der Umgebung kommen wird.

„Und auch wenn die Jugendlichen vermehrt McDonalds den Rücken kehren, so ist gerade am Wochenende mit einer Zunahme des PKW-Verkehrs durch Herongen in Richtung Fastfoodkette zu rechnen.“, so Stephan Heintze weiter.

Dass die CDU damit argumentiert, dass es in Straelen selbst keinen geeigneten Standort gäbe bzw. es einen Beschluss des Bauausschusses gegen einen Standort gibt, ist unwahr. Die Aral Muttergesellschaft hatte sich schon vor langer Zeit für einen Standort an der Ecke B221 / Wachtendonker Straße ausgesprochen.

Eine offizielle Vorlage betreffend diesen Standort zur Beratung mit einem ordentlichen Beschluss hat im Fachausschuss niemals stattgefunden. „Wer anderes behauptet, der leidet unter Wahrnehmungsstörungen.“, so der Fraktionsvorsitzende Michael Traurig

Über Michael Traurig

Mitglied im Rat der Stadt Straelen, Vorsitzender der Fraktion - Bürger für Straelen und der Freien Wähler - Bürger für Straelen e.V.
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