„Ein Schlag ins Gesicht der Straelener Kommunalpolitik!“

Mehr als nur überrascht waren die Freien Wähler – Bürger für Straelen als sie am letzten Samstag die Zeitung aufschlugen und dort lesen mussten, dass sich Frau Dr. Hendricks ganz besonders darüber freut, dass das Bundeswehrdepot Herongen auf Beschluss von Berlin nicht mehr privatisiert werden darf, weil es Teil des Nationalen Naturerbes geworden ist.

Dabei können sich die Freien Wähler noch gut an den letzten Besuch von Frau Hendricks in Straelen erinnern, als sie sich mit der Straelener Kommunalpolitik auch über das Thema Bundeswehrdepot Herongen und die Chancen für die Stadt Straelen unterhielt.

Die Abgeordnete des Kreises Kleve versprach den anwesenden Vertretern des Rathauses und der kommunalen Politik damals unter anderem sich bei der Bezirksregierung in Düsseldorf dafür einzusetzen, dass das Bundeswehrdepot in Herongen teilweise im Landesentwicklungsplan und im Regionalplan als Gewerbegebiet aufgenommen wird.

„Die Straelener Kommunalpolitik hat in den letzten Jahren viel Zeit und Geld in das Thema investiert, um hier das Beste für Straelen zu erreichen.“, so der Fraktionsvorsitzende Michael Traurig.

Dass nun genau die gegenteilige Entscheidung Frau Hendricks zu Jubelschreien hinreißt, stößt bei den Straelener Freien Wählern auf Kopfschütteln.

„Entweder hat Frau Hendricks bei ihrem Besuch in Straelen allen etwas vorgegaukelt oder sie kann sich an ihre leeren Versprechen nicht mehr erinnern“ so das Heronger Ratsmitglied Stephan Heintze. „Aber vielleicht ist Frau Hendricks ja mit Konrad Adenauer verwandt und sie interessiert sich nicht an ihr Geschwätz von gestern“, so Heintze weiter.

Aus Sicht der Freien Wähler sollte alles versucht werden, um auch weiterhin eine gemischte Nutzung des riesigen Areals hinzubekommen, denn für die Freien Wähler schließen sich Naturschutz und städtische Entwicklung nicht aus. Und jeder sollte auch bedenken, dass es zum einen bis heute kein Konzept für das Naturschutzgebiet und deren Renaturierung gibt und dass eine Renaturierung Geld der Steuerzahler kostet.

Hier war es immer das Ansinnen der Freien Wähler, die Erlöse aus dem Verkauf von Gewerbefläche für die Renaturierung zu verwenden. Also eine WIN-WIN-Stituation für Naturschutz und Stadtentwicklung.

Dass sich die Grünen in Straelen über solch einen für Straelen negativen Beschluss freuen, ist nachvollziehbar. Aber es stellt sich zum einen die Frage, ob die Straelener SPD über diesen Alleingang ihrer Genossin informiert war oder ob der Einfluss der Straelener SPD nicht einmal bis zum Wahlkreisbüro nach Kleve reicht.

Zum anderen scheinen auch die Kontakte der Straelener CDU nach dem unrühmlichen Abgang von Ronald Pofalla zur Bahn AG ebenfalls nicht mehr die Besten zu sein.

Damit stellt sich für die Freien Wähler einmal mehr die Frage, wer denn überhaupt noch unsere Interessen gegenüber Bund und Land vertritt, denn auch beim Kommunalsoli wurden Entscheidungen zu Lasten unserer Stadt getroffen.

Über Michael Traurig

Mitglied im Rat der Stadt Straelen, Vorsitzender der Fraktion - Bürger für Straelen und der Freien Wähler - Bürger für Straelen e.V.
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